Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine international tätige linke, gemeinnützige Einrichtung für politische Bildung, die sich für demokratische und soziale Rechte für alle Menschen einsetzt!

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Aktuelles

Internationale Organisierung von Arbeiter*innen

Rosa Luxemburgs Jahre in der Schweiz

Raphaël Haab und Rosa-Luxemburg-Stiftung

Von der Studentin in Zürich zur Anführerin der deutschen Arbeiterbewegung – ein Film von Raphaël Haab Am 5. März 2021 feierten wir den 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg. Während die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf ihr Leben und Werk insgesamt zurückblickte, konzentrierten wir uns als Genfer Büro der Stiftung auf die Zeit von 1889 bis 1897, als sie […]

Apr. 2021


Dossier

Dossier

Globale Gesundheit

Das in der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verankerte Menschenrecht auf Zugang zu bestmöglicher Gesundheit wird der Hälfte der Weltbevölkerung verwehrt. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sterben an Krankheiten, die mit dem heutigen Stand des medizinischen Wissens leicht zu heilen wären. In vielen Teilen der Welt herrscht ein Mangel an Ärzten und medizinischem Fachpersonal sowie an Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten ist höchst ungleich verteilt: Ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang, weil Patentregeln im Interesse der Pharmaindustrie zu hohen Medikamentenpreisen führen und eine gerechte Verteilung lebenswichtiger Medikamente verhindern. Medizinische Grundversorgung muss vielerorts aus der eigenen Tasche bezahlt werden, selbst in öffentlichen Krankenhäusern – unerschwinglich für Millionen von Menschen. Die Folge: Statt eines öffentlich zugänglichen Gesundheitssystems wird Gesundheit zu einer Ware für Privilegierte. Die medizinische Unterversorgung ist nur ein Teil der globalen Gesundheitskrise. Überall auf der Welt sind es die sozialen und politischen Bedingungen, die weit mehr als medizinische Faktoren über Leben und Tod entscheiden. Die Bedingungen, unter denen wir aufwachsen, leben, arbeiten und lernen, haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit: Zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Man schätzt, dass jedes Jahr 20 Millionen Menschen an armutsbedingten Krankheiten sterben. Der schiere Zufall, wo man geboren wird, bestimmt Lebenserwartung und Chancen, Heilung oder Leid, Leben oder Tod. Ungleichheiten verlaufen nicht nur entlang geografischer Linien, sondern werden auch durch soziopolitische Faktoren verursacht. Arme Menschen werden überall häufiger krank und sterben früher. Globale Gesundheitspolitik braucht daher eine Regulierung der herrschenden Ökonomie. Nötig sind nicht bi- und multilaterale Handelsverträge zum Schutz der Interessen von Investoren, sondern Verträge, mit denen die Wirtschaft grenzüberschreitend nach sozialen Standards eingehegt wird. Die Gesundheitsversorgung muss zu einem öffentlichen Gut werden, auf das jeder überall auf der Welt Anspruch hat.


Unsere Arbeit

Soziale Rechte

Wir arbeiten auf eine Welt hin, die soziale Gerechtigkeit garantiert. Der Arbeitsschwerpunkt soziale Rechte möchte den Diskurs über soziale Rechte sowie Akteure, die sich in diesem Feld engagieren, global stärken. Denn soziale Rechte müssen auch immer Globale Soziale Rechte sein. Dies soll zum einen medial geschehen, also über Publikationen und andere Medienerzeugnisse, zum anderen auch über Partnerprojekte und Workshops.

Internationale Organisierung von Arbeiter*innen

Ausbeutung durch schlechte Sozial- und Umweltstandards ist die Kehrseite einer weltweit vernetzten Wertschöpfung. Löhne unterhalb des vergleichbaren Mindestlohns, Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz, fehlende soziale Absicherung bei Krankheit, Unfall oder Alter sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse stellen weltweit große Herausforderungen dar. Wir unterstützen eine bessere Vernetzung und Organisierung entlang von transnationalen Wertschöpfungsketten, die Gewerkschaften befähigt, die Interessen der Beschäftigten auch in weltweit agierenden Konzernen und global verzweigten Produktionsprozessen durchzusetzen.

Sozial-ökologische Transformation

Eine nachhaltige Bekämpfung des Klimawandels ist nur durch eine tiefgreifende sozial-ökologische Transformation möglich. Wir unterstützen daher die Förderung des Konzepts der „Klimagerechtigkeit“ ebenso wie progressive „Just Transition“-Ansätze und transformative Adaptionsmaßnahmen. Ziel aller Bemühungen muss eine globale Wirtschaftsordnung sein, die ressourcen- und klimagerecht und in der Lage ist, die Selbsterneuerung des Planeten zu sichern.


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Veranstaltungen

Soziale Rechte

Die Nacht der globalen sozialen Rechte

Rosa-Luxemburg-Stiftung, dix milliards humains, civic city

16 Apr. 2021

Online Livestream

Internationale Organisierung von Arbeiter*innen

150 Jahre Pariser Kommune

Rosa-Luxemburg-Stiftung

18 Mar. 2021

Livestream


Publikationen