Rosa Luxemburg Stiftung — Geneva Office Rosa Luxemburg Stiftung — Geneva Office

RLS in Genf

Foto: Eva Wuchold/privat

Das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) in Genf verstärkt seit 2019 die Arbeit der Stiftung auf internationaler Ebene. Internationale Solidarität ist der Schlüssel zu einer sozial-ökologischen Transformation und zur Durchsetzung sozialer Rechte im globalen Maßstab. Eine neu belebte UNO könnte bei diesem Wandel eine entscheidende Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund dient das Büro der RLS in Genf als Verbindungsbüro zwischen den Vereinten Nationen in Genf sowie anderen in Genf ansässigen internationalen Organisationen und den RLS-Partnern aus dem globalen Süden, die für ihre Rechte kämpfen.

Der aktuelle Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf drei Themen, die auch im internationalen Genf bearbeitet werden: den sozialen Rechten (Menschenrechtsrat OHCHR, UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR, Internationale Arbeitsorganisation ILO, Weltgesundheitsorganisation WHO), der sozial-ökologischen Transformation sowie der internationalen Organisierung von Arbeiter*innen (internationale Gewerkschaftsdachverbände, Internationale Arbeitsorganisation ILO). Gemeinsam mit unseren internationalen Partner*innen organisieren wir Konferenzen, Seminare, Workshops und Side-Events bei UN-Konferenzen, aber auch Rechercheprojekte mit dem Ziel, Prozesse zu begleiten und Partner*innen in der Artikulation ihrer Interessen auf internationaler Ebene zu unterstützen. Dabei beziehen wir nichtstaatliche Akteure (NGO-Aktivist*innen, Gewerkschafter*innen, Akademiker*innen) sowie Mitarbeiter internationaler Organisationen mit Sitz in Genf ein. Die Aktivitäten werden durch Publikationen, Studien oder Berichte sowie weitere Medienformate ergänzt.


Unser Team

Foto: Wuchold/privat

Aleks Jahn
Büroleiter

Aleks ist in einer kleinen Stadt in Thüringen geboren. Er hat bisher als Finanzadministrator in Asien und in Genf für die Rosa-Luxemburg-Stiftung gearbeitet.

Aleks.Jahn@rosalux.org

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Emilia Cavuoto

Büromanagerin

Emilia trat der RLS im Jahr 2020 bei. Zuvor war sie in der Privatwirtschaft und im Büro- und Veranstaltungs-management bei verschiedenen Organisationen in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Migration, humanitäre Minenräumung und internationale Solidarität in Genf tätig.

Emilia.Cavuoto@rosalux.org

Barbara Mukherjee-Vuagniaux
Finanzmanagerin

Barbara kam 2020 zur RLS. Zuvor war sie, nach paar Jahren im privaten Sektor, seit 2002 in der Schweiz und in Südasien in den Finanzteams verschiedener gemeinnütziger Organisationen tätig.

Barbara.Mukherjee-Vuagniaux@rosalux.org

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Jeanne Planche
Projektmanagerin Soziale Rechte

Als Absolventin der Politikwissenschaft und Aktivistin der Anti-Globali-sierungsbewegung hat Jeanne für verschiedene Organisationen gearbeitet, darunter Attac Frankreich, eine Vereinigung, wo sie für Expertise und Publi-kationen verantwortlich war. Im Team der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Genf betreut sie Projekte zur Frage der sozialen Rechte.

Jeanne.Planche@rosalux.org

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Eva Wuchold
Programmleitung Soziale Rechte

Eva studierte Politikwissenschaft und Friedenswissenschaften in Münster, Tokyo und Stadtschlaining und hat im Anschluss weltweit Projekte im Bereich Friedenspolitik, Klima, Umwelt, Ernährung und Entwicklung koordiniert. Sie ist seit 2013 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und in Genf für Aufbau und Leitung des Programms Soziale Rechte zuständig.

Eva.Wuchold@rosalux.org


Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) ist eine international tätige, progressive Non-Profit-Organisation für politische Bildung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 beschäftigt sich die Stiftung mit der Analyse sozialer Prozesse und Entwicklungen. Über die Teams in 27 Regional- und Länderbüros arbeitet die Stiftung in über 80 Ländern mit Hunderten von Partnerorganisationen, politischen Akteur*innen und Einzelpersonen zusammen. Ziel der Stiftungsarbeit ist die Stärkung emanzipatorischer politischer Kräfte. Damit leistet die Stiftung einen Beitrag zur Entwicklung von demokratisch-sozialistischen Gesellschaftsalternativen weltweit. Unsere Idee einer zukünftigen Gesellschaft basiert auf der vollen Durchsetzung von demokratischen und sozialen Rechten für alle Menschen, auf einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung, auf der Gleichberechtigung der Geschlechter und auf Feminismus, internationaler Solidarität und Frieden. Voraussetzung dafür ist die Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise. Seit 2013 genießt die RLS Konsultativstatus innerhalb des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus. Die Stiftung wurde 1992 von der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) – heute DIE LINKE – als parteinahe, bundesweit tätige Stiftung anerkannt.


Globales Netzwerk


Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg (1871–1919), die Namensgeberin der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ist die wohl bekannteste Sozialistin im deutschsprachigen Raum. Rosa Luxemburg war neben Karl Liebknecht die wichtigste Vertreterin der linkssozialistischen, antimilitaristischen und internationalistischen Positionen in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vor 1918. Sie versuchte mit aller Kraft, den Ersten Weltkrieg zu verhindern. Aus dieser Kritik schöpfte sie die Kraft für revolutionäres Tun.

Rosa Luxemburg war eine polnische Jüdin und Teilnehmerin an der Russischen Revolution von 1905. Sie war Mitbegründerin der Sozialdemokratischen Partei im gemeinsamen Königreich Polen und Litauen.

Rosa Luxemburg war eine leidenschaftliche und überzeugende Kritikerin des Kapitalismus sowie antidemokratischer und diktatorischer Tendenzen innerhalb der Bolschewiki. Sie konfrontierte die zwingende Logik der ökonomischen Gesetze und politischen Strategien mit der Utopie einer neuen Welt. Nach Ansicht Luxemburgs musste diese neue Welt trotz der weit verbreiteten Verzweiflung, Entrechtung, Feigheit und Korruption der Macht geschaffen werden.

Rosa Luxemburg verband in beeindruckender Weise politisches Engagement, wissenschaftliche Analyse und das Streben nach dem Empowerment als Frau. Sie kämpfte sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf politischer Ebene, wobei ihr tägliches Leben die wesentliche Grundlage dafür darstellte. Rosa Luxemburg fasziniert als emanzipierte und vielseitige Frau, die in einer Zeit lebte und wirkte, die für die politische Linke bis heute von Bedeutung ist. Für die politische Linke der Gegenwart sind ihre Ansätze außerordentlich anregend.

Link zu weiterführenden Informationen:

Kurzbiographie Rosa Luxemburg
Dossier Rosa Luxemburg und die Revolution in Deutschland
Zeitleiste zu den historischen Prozessen, die das Werk und Wirken Luxemburgs bestimmten
Bilder von Rosa Luxemburg

Literatur über Rosa Luxemburg:

  • Schütrumpf, Jörn: „Rosa Luxemburg oder: Der Preis der Freiheit“ [pdf]
  • Arendt, Hanna: Rosa Luxemburg. In: Menschen in finsteren Zeiten.  Piper, München/Zürich 1968.
  • Ettinger, Elzbieta: Rosa Luxemburg. Ein Leben, J. H. W. Dietz Nachf., Bonn 1990.
  • Flechtheim, Ossip K. (1986). Rosa Luxemburg zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 1986.
  • Frölich, Paul: Rosa Luxemburg. Gedanke und Tat, ENI, Paris 1939 (und auch – mit einem Nachwort von Klaus Kinner –: Dietz, Berlin 1990.
  • Gallo, Max: Rosa Luxemburg. Eine Biographie, Benzinger, Zürich 1993.
  • Hedeler, Wladislaw, Klaus Kinner, (Hrsg.). Die Wache ist müde. Neue Sichten auf die russische Revolution von 1917 und ihre Wirkungen. Bd. VI, Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008.
  • Kautsky, Karl: Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Leo Jogiches. Ihre Bedeutung für die deutsche Sozialdemokratie. Eine Skizze, Verlagsgenossenschaft »Freiheit«, Berlin 1921.
  • Kautsky, Luise: Rosa Luxemburg. Ein Gedenkbuch, Berlin 1929 (Nachdruck: ISP, Köln 1997).
  • Kinner, Klaus; Seidel, Helmut (Hrsg.): Rosa Luxemburg. Historische und aktuelle Dimension ihres theoretischen Werkes, Dietz, Berlin 2001.
  • Laschitza, Annelies: Im Lebensrausch, trotz alledem. Rosa Luxemburg. Eine Biographie, Aufbau, Berlin 2000.
  • Mandel, Ernest: Rosa Luxemburg. Leben, Kampf, Tod. ISP, Frankfurt a. M. 1986.
  • Neusüß, Christel. Die Kopfgeburten der Arbeiterbewegung. Oder: Die Genossin Luxemburg bringt alles durcheinander. Rasch und Röhring, Hamburg 2005.
  • Quack, Sibylle: Geistig frei und niemandes Knecht. Paul Levi – Rosa Luxemburg. Politische Arbeit und persönliche Beziehung. Mit 50 unveröffentlichten Briefen, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1983.
  • Seidemann, Maria: Rosa Luxemburg und Leo Jogiches: Die Liebe in den Zeiten der Revolution, Rowohlt, Berlin 1998.
  • Trotta, Margarethe von: Rosa Luxemburg. Das Buch zum Film, Greno, Nördlingen 1986.

DIE LINKE

DIE LINKE wurde 2007 als Zusammenschluss der in erster Linie ostdeutschen „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (PDS) und der westdeutschen „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ (WASG) gegründet. Bei der letzten Bundestagswahl im September 2017 wurde sie mit 9,2% der Stimmen (2013: 8,6%) und 69 Sitzen (37 Frauen und 32 Männer) in den Deutschen Bundestag gewählt. Die Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag sind Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali. Die aktuellen Bundesvorsitzenden der Partei sind Katja Kipping und Bernd Riexinger. DIE LINKE stellt Abgeordnete in 10 der 16 Bundesländer und Tausende von gewählten Vertretern in Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten. Im Europäischen Parlament sind ihre fünf Mitglieder Teil der „Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke“ (GUE/NGL).


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